animation

Vom 15. bis 17. November 2012 fand an der Universität Hamburg eine Konferenz zur deutschsprachigen Animationsforschung statt, die den Titel In Bewegung setzen trug und von der AG Animation der Gesellschaft für Medienwissenschaft sowie der Arbeitsstelle für Graphische Literatur der Universität Hamburg (ArGL) ausgerichtet wurde. Neben zahlreichen Hamburger Kolleg/innen konnte ich selbst mit einem Vortrag an der dreitägigen Veranstaltung teilnehmen.

Im Zentrum der Tagung stand Animation in all ihren Facetten: im klassischen Animationsfilm, in Computerspielen, Werbeclips, Dokumentationen oder experimenteller Avantgarde-Kunst. Mit der Vielfalt des Gegenstandsbereichs ging dabei notwendigerweise auch eine Vielfalt der disziplinären Zugänge einher: So brachten die Veranstalter in der gelungenen Programmauswahl Medien- und Kunstwissenschaftler, Informatiker, Musiker, Zeichner und andere Praktiker zusammen, um die zersplitterte Forschung produktiv zusammenzuführen. In acht Panels wurde u.a. Animation ‘zwischen Bewegung und Stillstand’ diskutiert (darunter Daniel Kulle mit einem Beitrag zu Martin Arnolds Experimentalfilmen), das Verhältnis von Animation und Raum (etwa in Cornelia Lunds Vortrag zu animierten Architekturvisionen), transmediale Animation (u.a. mit meinem eigenen Vortrag zur Game Engine-Tech Demo als Animations-Kurzfilm) oder die Themenfelder Animation und Sound, Animation und visualisierte Information sowie Animation und Dokumentation.

Immer wieder kreisten Vorträge und Diskussionen dabei um die Definition von Animation und ihren etymologischen und konzeptionellen Ursprung, der einerseits in der ‘Belebung des Unbelebten’ und andererseits im ‘Bewegen des Unbewegten’ gesucht wurde. Diese und weitere prominente Denkfiguren der Animationsforschung griff auch Suzanne Buchan in ihrer Keynote Lecture Animation, in Theory auf: Sie gab einen umfassenden Überblick über das Feld der Animation Studies und wies auf die wesentlichen Problemfelder der gegenwärtigen Forschungslandschaft hin. Zu den weiteren Höhepunkten der Tagung zählten ein Animationsfilmabend im Metropolis Kino, dessen geschickt zusammengestelltes Programm die Highlights deutschsprachiger Filmfestivals zeigte, sowie die Verleihung des Roland Faelske-Preises für Comic und Animationsfilm 2012 an Andreas Veits und Jonas Engelmann.

Weitere Informationen zur Tagung und zur AG Animation finden sich auf www.ag-animation.de.

[Update: Mein Vortrag ist mittlerweile bei Lecture2Go als Video erschienen: http://lecture2go.uni-hamburg.de/konferenzen/-/k/14558]

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